Susanne












+ Susanne und Du
im Hier und Jetzt +

Wenn ich darüber nachdenke, was mich an meinen Mitmenschen ankotzt, komme ich recht schnell zu einer Antwort.

Es kotzt mich an, wenn sich Menschen als schwer zugänglich erweisen bzw. sich mir verschließen. Das empfinde ich jedesmal als eine Unzulänglichkeit meinerseits und oft auch als persönliche Beleidigung. Um nicht arrogant zu wirken (was wie ich höre leider trotzdem noch vorkommt), bleibe ich freundlich, fühle mich dabei aber klein und dumm.

Gleichzeitig geht von diesen Personen eine große Faszination aus und ich frage mich: Wann werden sie mich wahrnehmen? Was muß ich ausstrahlen, damit sie Zutrauen entwickeln? Wie kann ich den Ton treffen, auf den sie einsteigen können?

Manchmal erreiche ich den Punkt, an dem ich erkenne, daß ich von jemandem ablassen muß, daß ich nicht mit allen und nicht alle mit mir klarkommen können.

Das ist schwierig und schmerzhaft und ist außerdem etwas, was ich nie ganz verstehen werde. Warum sind wir alle so verschieden? Ich möchte so gerne von allen geliebt werden...

Darüber, wie man mich beurteilt, bin ich meistens überrascht- weil ich dabei oft besser wegkomme, als ich erwartet hätte. Vor allem über die angebliche Sicherheit meines Auftretens kann ich mich manchmal nur wundern. Bisweilen wird mir auch Kühle und Abgeblocktheit zugeschrieben- auch das erstaunt mich.

Alles in allem höre ich gerne, was andere Leute über mich denken oder früher gedacht haben. Ich glaube nicht, daß das Eitelkeit ist, vielmehr hilft es mir, mich in dieser Welt zu verorten, mich selbst einzuschätzen- das Bild, das ich von mir habe, mit dem Bild in Beziehung zu setzen, welches andere von mir haben.

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